Station 5 | Rathausvorplatz

Bodenintarsie ‚Engel der Kulturen‘

Beiträge der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule:

Zivilcourage. Ergebnisse einer Umfrage.

In Deutschland ist jegliche Form von Diskriminierung gesetzlich verboten. Dennoch werden viele Menschen im Alltag aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion und anderen Dingen diskriminiert, beleidigt oder ausgeschlossen. Oft merken wir gar nicht, wie nah sich diese Ereignisse in unserem Umfeld abspielen. Auch falls man nicht selbst betroffen ist, werden oft Bekannte diskriminiert, oder man bekommt Situationen, in denen Menschen diskriminiert werden, mit.

Erinnerungskultur. Der 9. November als Schicksalstag der Deutschen.

Wir haben uns im Geschichtsunterricht unter anderem mit dem Thema Erinnerungskultur auseinandergesetzt, was in der Klasse sehr gut angekommen ist, da es für uns ein interessantes aber vor allem wichtiges Thema ist. Aber was ist Erinnerungskultur überhaupt?

 

Wir haben den Begriff als den Umgang eines Einzelnen und einer Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit und ihrer Geschichte verstanden. Weiter bezeichnet der Begriff eine übereinstimmende Meinung oder Verpflichtung einer Gesellschaft bestimmte Ereignisse nicht zu vergessen.

 

Im Unterricht haben wir uns mit dem Thema auseinandergesetzt, indem wir uns mit dem Berliner Holocaustdenkmal und dem Projekt „Yolocaust“ beschäftigt haben. Dabei handelt es sich um eine Webseite auf der 12 Selfies von Personen zu finden sind, welche sich in der Umgebung des Denkmals unangebracht verhalten. Beispielsweise springen Personen auf den Betonstelen herum. Das Projekt kombiniert diese Selfies mit Bildern aus den NS-Vernichtungslagern. Im Unterricht haben wir uns dann sowohl mit der Bedeutung und den Hintergründen des Denkmals beschäftigt als auch damit, ob das Projekt gegenüber den Personen auf den Selfies gerechtfertigt ist.

 


Eine weitere Thematik, welche wir im Unterricht im Rahmen unserer Einheit
behandelt haben, ist das Bismarckdenkmal in Hamburg. Dazu haben wir eine Podiumsdiskussion durchgeführt. Thema der Diskussion war, ob das Denkmal noch in seiner jetzigen Form fortbestehen sollte oder nicht, da es auch als Denkmal des deutschen Imperialismus gesehen werden kann und folglich die Unterdrückung von Einheimischen erinnert. Schlussendlich einigten wir uns darauf, dass das Denkmal als solches seine Berechtigung hat, man jedoch trotz dessen über die Kritikpunkte informieren muss.

 


Als Abschluss haben wir uns mit der Thematik beschäftigt, inwiefern der 9.
November als Gedenk- oder Feiertagen gesehen werden sollte. Dabei sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass sowohl die Festlegung als Gedenk- als auch die als Feiertag Vor- und Nachteile mit sich bringt.

 

Schlussendlich hat uns die Einheit sehr klar gezeigt, dass Geschichte immer zwei Seiten hat, welche wir beide kennen und verstehen müssen aber vor allem auch, dass wir alle verantwortlich dafür sind, dass sich Geschichte nicht wiederholt und ihrer erinnert wird. Geschichte betrifft und begegnet uns. Jeden Tag.

 

Unser Gallery-Walk
Unsere Aufgabe war es, in Gruppen Wandplakate zu den Ereignissen vom 9. November in verschiedenen Jahren zu erstellen. Jede Gruppe suchte sich ein Ereignis aus und erarbeitete das jeweilige Ereignis. Dabei berücksichtigten wir, welcher historische Kontext dem Ereignis zu Grunde lag und welche Bedeutung dieser Tag für uns heute hat. Die Ergebnisse wurden dann in Form eines Gallery-Walks präsentiert.
Dann haben wir Gruppen gebildet, in denen jeweils eine Person für jedes Ereignis zuständig war. Die Gruppen haben alle zusammen einen sogenannten Gallery-Walk
gemacht.

Reden der 11a

Wir, die Klasse 11a, haben uns im Unterrichtsfach Geschichte im Rahmen der Unterrichtseinheit „Vergangenheit und Gegenwart – Lernen aus der Geschichte“ mit der Frage beschäftigt, inwiefern der 9. November als ein Schicksalstag bezeichnet werden kann.
Mit unserer Lehrerin Frau Bruns haben wir uns folgenden Arbeitsauftrag erarbeitet:

 

9.November

Sie treffen Ihre Freunde der historischen Bildung am Stammtisch der Ahrensburger Runde. Zu Ihrem Entsetzen erfahren Sie, dass einer der Anwesenden den 9. November als einen „Tag wie jeder andere“ bezeichnet. In Ihrem Enthusiasmus stehen Sie auf und halten eine überzeugende Rede, weshalb der 9. November als „Schicksalstag der Deutschen“ zu bezeichnen ist.